Südafrika

Südafrika - das "schönste Ende der Welt" - liegt im äußersten Süden des afrikanischen Kontinents und umfaßt mehr als 1 Mio. km². Es grenzt an Namibia, Botswana, Simbabwe und Mosambik, im Inneren des Landes liegen die Königreiche Lesotho und Swaziland. In Südafrika leben 30 Mio. Schwarze verschiedener Kulturen, 5 Mio. Weiße, 4 Mio. Farbige und 1 Mio. Menschen indischer Herkunft - eine Regenbogennation. Seit 10.000 Jahren lebten hier bereits die San (Buschmänner), seit 2.000 Jahren die Khoikhoi (abschätzig auch Hottentotten genannt) und seit 1300 n.Chr. die Nguni (später Xhosa und Zulu) an den Küsten der heutigen Provinz KwaZulu Natal. Im 15. Jh. trafen die ersten europäischen Seefahrer ein und die "Inbesitznahme" des Landes durch die Weißen begann. 1994 wurde durch das "Wunder am Kap" diese Entwicklung beendet, als Nelson Mandela zum ersten demokratisch legitimierten Präsidenten vereidigt und die Apartheid beendet wurde.

Für den Touristen hat Südafrika viel zu bieten: Wildreservate, einsame Strände, hohe Berge und Wüsten - aber auch Weltmetropolen, Diamanten und Gold. Seine Vielfältigkeit offenbart sich in einer verblüffenden Mischung aus Kulturen, Sprachen, Städten und faszinierender Natur. Wir geben gerne zu, dass uns nicht die letzteren Attribute gereizt haben, dieses atemberaubende Land zu bereisen. Wir zogen es vor, die unbelebteren und wilden Gebiete zu besuchen, wo Afrika noch in seiner Ursprünglichkeit zu erleben ist. Unsere Reise hat uns durch ein unglaublich vielfältiges Land geführt, das eine immense Anzahl der verschiedensten Landschaften besitzt. Machen Sie sich mit uns auf die Reise und erleben Sie ein Land, das unvergessliche Reize zu bieten hat. Entdecken Sie die ganze Welt in einem Land.

 

Reiseroute:

Kapstadt – Table Mountain National Park/Boulders Beach – Cedarberg Wilderness Area – Namaqualand/Skilpad Wildflower Reserve – Augrabis Falls National Park – Kgalagadi Transfrontier Park – Kruger National Park – Blyde River Canyon Nature Reserve - Royal Natal National Park/Drakensberge – Golden Gate Highlands National Park - Johannesburg

 

Table Mountain Nationalpark

Das Tafelberg-Massiv und die gesamte Kaphalbinsel südlich von Kapstadt ist heute ein National Park. Besonders reizvoll ist der Abschnitt zwischen Simons Town und der Kapspitze. Hier kann man ausgedehnte Wanderungen durch die besonders im Frühjahr herrlich blühenden Fynbos-Landschaften unternehmen. Ausserdem können hier verschiedene Antilopenarten, Reptilien und zahlreiche Meeresvögel beobachtet werden. Simon's Town ist mit seinen viktorianischen und kapholländischen Häusern ein hübsches kleines Städtchen mit maritimem Charakter. Eine besondere Attraktion ist die Kolonie der Brillenpinguine (Jackass Pinguine) am Boulders Beach, seit einigen Jahren unter der Obhut der Naturschutzbehörde. Die putzigen Vögel verhalten sich Menschen gegenüber durchaus zutraulich, wenngleich sie sich nicht anfassen lassen. An warmen Sommertagen planschen Menschen und Pinguine gemeinsam in den klaren seichten Gewässern der von grossen rundlichen Felsblöcken umsäumten Bucht. Brillenpinguine sind die einzige Pinguinart auf dem afrikanischen Kontinent. Vor 100 Jahren waren sie in den kalten Gewässern der gesamten südafrikanischen Westküste noch zahlreich vertreten. In Simon`s Town sind zahlreiche Campingplätze vorhanden.

Cedarberg Wilderness Area

Die Cedarberge sind eine etwa 100 km lange Gebirgskette, rund 200 Km nördlich von Kapstadt. Die höchsten Erhebungen erreichen etwas mehr als 2000 Meter und die Vegetation in der Cedarberg Region besteht vorwiegend aus Fynbos Pflanzen. Von den ursprünglich hier heimischen Clanwilliam-Zedern sind nach intensivem Raubbau nur noch geringe Restbestände vorhanden. Zwischen den kleinen Ortschaften Citrusdal und Clanwilliam erstreckt sich die Cedarberg Wilderness Area, ein ca 70.000 ha grosses Naturschutzgebiet. Mittelpunkt dieser Region ist die Algeria Forest Station mit einem sehr idyllisch gelegenen Campingplatz. Von hier aus kann man herrliche Wanderungen in die Umgebung und bis auf die Bergspitzen der Cedarberge unternehmen.

 

Namaqualand/Skilpad Wildflower Reserve

Übers Jahr variierend, aber meist in der Zeit zwischen Anfang August bis Mitte September, verwandelt sich das karge Namaqualand in ein riesiges Blütenmeer. Die Region ist nicht ganz eindeutig abgegrenzt, aber zwischen der Karoo im Süden und Osten, der Atlantikküste im Westen und des Orange im Norden befindet sich die trockene wüstenähnliche Ebene des Namaqualand. Manche behaupten sogar dass sich das Land von der Kaphalbinsel im Süden bis weit nach Namibia zieht.  9 Monate im Jahr hat diese Landschaft eine herbe Schönheit, wenn es aber im Winter ausreichend geregnet hat und im Frühjahr die warmen Wüstenwinde einsetzten, dann breitet sich innerhalb von wenigen Tagen ein Blumenmeer aus. Auch wenn in den meisten Gebieten die Blüte nicht besonders ist, ist das Blütenspektakel im Skilpad Wildflower Reserve meistens trotzdem beeindruckend. Das liegt an Nebelfeldern, die sich oft von der Westküste ins Landesinnere vorschieben und dort die benötige Feuchtigkeit abgeben. Das Skilpad Wildflower Reserve wird von Kamieskron aus verwaltet – dort befindet sich auch ein Campingplatz, der in der Blumensaison aber meist ausgebucht ist.

Augrabis Falls Nationalpark

Insgesamt 191 Meter tief stürzt der Oranje River bei den Augrabies Falls in die Tiefe. Die donnernden Wassermassen liessen die früher hier ansässigen Hottentotten vermuten, dass böse Geister am Werke waren, und so gaben sie dem Wasserfall den Namen Ankoerebis, "Ort des grossen Lärms". Die später hier siedelnden Trekburen bildeten daraus das Wort Augrabies. Besonders im Spätsommer, wenn der Fluss viel Wasser führt, machen die tosenden Wassermassen diesem Namen alle Ehre. Dann bilden sich an den Seitenwänden weitere Wasserfälle, und die Luft ist erfüllt von dichtem Sprühnebel. Die Schlucht bei den Augrabies Falls ist 240 m tief und 18 km lang. Sie gilt als ein markantes Beispiel für Granit-Erosionen. Als sich vor etwa 500 Millionen Jahren die gesamte Landmasse der Region hob, begann der Oranje, hier langsam sein Flussbett in den Untergrund zu graben. Der Augrabies Falls Nationalpark umfasst eine Fläche von 820 qkm und verläuft an den Ufern des Oranje entlang. Die Vegation ist an das trockene Wüstenklima angepasst. So wachsen hier unter anderem auch die sogenannten Köcherbäume. Sie gehören zur Gruppe der Sukkulenten, die in ihrem Stamm Wasser speichern und so auch lange Dürreperioden überstehen können. Am Eingang zum Park befindet sich ein großes Camp, das in der Hauptsaison jedoch sehr voll ein kann.

Kgalagadi Transfrontier Park

Der Kgalagadi Transfrontier Park im äussersten Norden Südafrikas gehört mit rund 50.000 Besuchern jährlich noch zu den touristischen Geheimtipps. Das entlegene Naturreservat kann man nur nach langer Anfahrt über staubige Zufahrtsstrassen erreichen. Der Kgalagadi Park hiess früher Kalahari Gemsbok Park und wurde 1931 zum Nationalpark erklärt, um dem zerstörerischen Treiben der Wilderer Einhalt zu gebieten.
Der Kalahari Park wurde 1999 mit dem angrenzenden Gemsbok National Park in Botswana zusammengelegt und Kgalagadi Transfrontier Park genannt. Das riesige Wildreservat - es umfasst eine Fläche von rund 36.000 qkm - gibt Einblick in die faszinierende Landschaft der Kalahari mit ihren orangeroten Dünenketten und der speziell an diese Trockensavanne angepassten Tierwelt. Die Grenze zwischen Südafrika und Botswana wird nur durch einige weiss getünchte Steine markiert. So kann das Wild auf der Suche nach Nahrung ungehindert durch beide Teile des Parks streifen. Trotz des ariden Klimas ist die Kalahari Lebensraum für eine vielfältige Fauna. Mehr als 58 Säugetierarten sind hier heimisch, darunter der an seine Umgebung besonders gut angepasste Kalahari Löwe. Der Park ist ausserdem berühmt für seine grossen Tierherden. Nicht selten sieht man Hunderte von Gnus, Oryx-Antilopen oder von Springböcken, wie sie äsend durch die leise raschelnde Trockensavanne ziehen. Die Zufahrt zum Park in Südafrika erfolgt über das Restcamp Twee Rivieren im Süden (Südafrika). Die beiden Hauptrouten durch den Nationalpark beginnen hier und führen entlang der - normalerweise ausgetrockneten - Flussbetten des Nossob und des Auob Riviers.

Kruger National Park

Der Kruger National Park (Aussprache: Krüger) ist für viele internationale Besucher das Reiseziel in Südafrika schlechthin. Entsprechend gross ist der Andrang, und jedes Jahr werden mehr als eine halbe Million Besucher registriert.
Der Nationalpark wurde bereits 1898 auf Veranlassung von Präsident Paul Kruger angelegt. Nachdem Jäger den ursprünglich reichen Wildbestand des Gebietes erheblich dezimiert hatten, wurde alles Land zwischen Sabie und Crocodile River unter Naturschutz gestellt, um das Überleben der noch vorhandenen Tiere zu sichern. Erst 1961 wurde der inzwischen erweiterte Krüger Park eingezäunt. Der Park erstreckt sich vom Crocodile River im Süden bis zum Limpopo Grenzfluss im Norden. Er ist insgesamt 350 km lang, 65 km breit und umfasst eine Fläche von rund 20.000 qkm - das entspricht ungefähr der Grösse von Rheinland-Pfalz. Insgesamt führt ein Strassennetz von 1863 km Länge durch das Gebiet, davon sind 697 km asphaltiert. Für die Besucher stehen zahlreiche unterschiedlich ausgestattete "Restcamps" zur Verfügung, meist in wunderschöner Lage.

Der Wildbestand im Kruger National Park ist weltweit einzigartig. 114 verschiedene Reptilienarten, 507 Vogel- und 147 Säugetierarten sind hier vertreten. In den ganzjährig wasserführenden Flüssen, die durch den Park führen, leben 3000 Flusspferde und ebenso viele Krokodile. An Land sind die Impala Antilopen mit mehr als 90.000 Exemplaren am häufigsten. Aber auch fast 30.000 Zebras und 15.000 Büffel tummeln sich in der ausgedehnten Savannenlandschaft. 5000 Giraffen und 8000 Elefanten leisten ihnen dabei Gesellschaft. Nur die Nashörner erscheinen mit 300 Exemplaren etwas unterrepräsentiert. Dagegen ist die Anzahl der grossen Raubkatzen wieder ganz beachtlich. 1500 Löwen, 900 Leoparden und 300 Geparden sind Teil dieses grossartigen Ökosystems.

Royal Natal National Park/Drakensberge

Der Royal Natal Nationalpark im nördlichen Bereich des Ukhahlamba-Drakensberg Komplexes gibt einen guten Einblick in die aussergewöhnliche Schönheit der zerklüfteten Bergwelt der Drakensberge, die man auch das "Dach Südafrikas" nennt. Senkrechte Felswände, tosende Wasserfälle, grasbedeckte Berghänge, Protea-Savannen und rauschende Wildbäche charakterisieren eine einzigartige Naturlandschaft. Landschaftlich herausragend ist die fast 5 Kilometer lange, steil abfallende Felswand des "Amphitheaters" mit dem Mont-aux-Sources als höchste Erhebung (3282 m). Der Name – "Berg der Quellen" – stammt von französischen Missionaren und deutet auf die Quellen des Tugela Flusses hin, der hier entspringt und sich in mehreren Wasserfällen ins Tal ergiesst. Ein großer Campingplatz befindet sich kurz hinter dem Parkeingang.

 

Blyde River Nature Reserve

Das 26.000 Quadratkilometer große Blyde River Nature Reserve gehört zu den spektakulärsten Naturerscheinungen Südafrikas. Der Blyde River Canyon ist eine ca. 26 km lange und an einigen Stellen bis zu 800 m tiefe gigantische Schlucht. Deshalb gehört er auch zu den meist besuchten Orten in Südafrika.  Der Canyon beginnt am Zusammenfluss von Treur und Blyde River, wo das Wasser über Jahr Millionen faszinierende zylindrische Löscher, Bourke´s Luck Potholes, aus Dolomitgestein gefräst hat.  In den 70'er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde die Ort von Tom Bourke entdeckt, der hier auf große Goldvorkommen hoffte. Er fand auch Gold und dies sprach sich schnell herum, so dass bald viele Goldsucher hier waren. Übernachtung ist im Blydespoort Resort möglich.


 

Golden Gate Highlands National Park

Der Golden Gate Highlands National Park gehört zu den Highlights im Free State. Hauptattraktion des Parks sind die massiven, farbenprächtigen Sandstein Formationen, die besonders im Abendlicht goldgelb leuchten und dem Park seinen Namen gaben. Die Vegetation im Naturreservat besteht hauptsächlich aus ursprünglichem Grasland. Im 11.600 Hektar grossen Naturpark leben unter anderem Gnus, Eland Antilopen, Blessböcke, Oribis, Springbok Antilopen und Bergzebras. Ausserdem gibt es eine vielfältige Vogelwelt. Sogar die seltenen Lämmergeier kann man - mit etwas Glück - im Park beobachten. Unterkunft im Glen Reenen Restcamp.

 

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