Namibia

Namibia - das Land im Südwesten Afrikas zwischen dem Oranje Fluss im Süden und dem Kunene Fluss im Norden - ist ein karges, rauhes Land wie aus einer anderen Welt und dennoch so einladend und beinahe vertraut und leicht zu bereisen. Namibia ist das Traumland jedes Fotografen, ein Land der Kontraste und der klaren Farben. Es ist ein Land, in das sich schon viele Menschen verliebt haben – auch wir. Wer Ruhe sucht und Natur, wer grandiose Landschaften, Wüste und Weite geniesst, den wird Namibia, das zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Erde zählt, nicht mehr loslassen.

An der sturmumtosten Küste mit ihren zahllosen Schiffswracks zieht sich die lebensfeindliche Namib Wüste entlang. Ihre orangeroten Dünenfelder sind bis zu 150 Kilometer breit, die mächtigsten Dünen bis zu 300 Meter hoch. Es ist die älteste Wüste der Welt, mit einer einzigartigen Flora und Fauna. Vor Jahrmillionen spülte der Oranje Diamanten ins Meer. Strömung, Wellen und Wind trugen sie in den Dünensand der Namib und schufen einen von Namibias Reichtümern.

Namibia ist Afrika, mit freundlichen, einfachen Menschen, mit endlosen Dornsavannen, Mopane Buschland, Makalani Palmen und Baobabs, mit Löwen und Elefanten, Zebras und Giraffen - einer Tierwelt, wie es sie artenreicher nirgendwo sonst auf der Welt gibt. Im riesigen Etosha Nationalpark und durch viele andere Wildschutzgebiete wird sie besonders geschützt.

Namibia ist ein Abenteuer, und doch muss man kein Abenteurer sein, um dieses Land zu erleben. Ein gepflegtes Strassennetz macht das Reisen zum Vergnügen. Schon bei der Ankunft in der gemütlichen Hauptstadt Windhoek spürt der Besucher, dass Namibia nicht nur Afrika ist. Hier gibt es auch europäische Kultur. Prächtige Gebäude im wilhelminischen Baustil zeugen von der deutschen Kolonialzeit. Viele Geschäfte haben deutsche Besitzer, und immer wieder trifft man auf Deutsch sprechende Namibier.

Reiserouten:

Tour 1 (Oktober/November):

Windhoek – Dan Viljoen Game Park/Khomas Hochland  – Etosha National Park – Spitzkoppe – Cape Cross – Swakopmund – Namib/Sossusvlei – Duesternbrook – Windhoek

Tour 2 (April/Mai):

Windhoek – Dan Viljoen Game Park/Khomas Hochland – Mount Etjo – Etosha Nationalpark – Finkerklip/Ugab Tal – Spitzkoppe – Swakopmund – Namib/Sossusvlei – Namib Rand Nature Reserve  -  Keetmanshoop/Köcherbaumwald/Giant´s Playground – Duesternbrook – Windhoek

Windhoek (Windhuk)

Windhoek ist mit seinen rund 250.000 Einwohnern die grösste Stadt in Namibia und zugleich die Hauptstadt des Landes. Das schmucke Städtchen liegt auf 1650 Metern Höhe malerisch in einem Talkessel, gesäumt von den Erosbergen im Norden und den Auas Bergen im Süden. Nach Westen hin erstreckt sich das Khomas Hochland in Richtung Namib und Küste. Der Internationale Flughafen Hosea Kutako liegt etwa 45 km östlich der Stadt und ist natürlich der größte Flughafen Namibias.

Dan Viljoen Game Park

Dieser Game Park liegt ca. 30 km westlich von Windhoek und ist somit die optimale Anlaufstelle nach der Ankunft für die 1. Nacht oder vor dem Heimflug für die letzte Nacht in Namibia. Der Park liegt auf ca. 2000 m Höhe im landschaftlich sehr schönen Khomas Hochland und bietet einen optimalen Einstieg ins Afrika-Feeling. Der Park besitzt ein ausgedehntes Pistennetz, das aber nur mit Geländewagen befahrbar ist. Man hat hier schon einmal die Gelegenheit die ersten afrikanischen Großsäuger zu sehen – wenn leider auch keine Raubkatzen. In den Park ist ein Camp integriert, das sowohl Rundhütten als auch Campingplätze anbietet.      

Mount Etjo

Inmitten des Okonjati Wildreservats, das in den frühen 70er Jahren von dem Naturschützer Jan Oelofse gegründet wurde liegt die Mount Etjo Safari Lodge.  Rund 180 Kilometer nördlich von Windhoek in einem der schönsten Teile Namibias gelegen, kann man hier in engen Kontakt zur faszinierenden afrikanischen Wildnis kommen. Hunderte von Vogel- und Säugetierarten können beobachtet werden, darunter Elefanten, Breit- und Spitzmaul-Nashörner, Flusspferde, Giraffen sowie zahlreiche Antilopen-Arten, vom Kudu bis hin zum Damaraland Dik-Dik. Das riesige und landschaftlich sehr abwechslungsreiche Gelände bietet den optimalen Hintergrund zur Fotografie, vor allem auch von großen Tierherden, die hier in reicher Zahl vorhanden sind. Der Lodge ist ein schön an einem See gelegener Campingplatz angegliedert. 

 

 

Etosha Nationalpark

Der Besuch des Etosha National Parks gehört zu den Highlights einer Namibia Reise. Etosha umfasst eine Fläche von über 22000 qkm und wurde bereits 1907 von der Deutsch-Südwestafrikanischen Verwaltung zum Wildschutzgebiet erklärt. Im Zentrum liegt eine ausgedehnte Salzpfanne, umgeben von Gras- und Dornsavannen, Mopane-Buschland im Westen sowie Trockenwald im Nordosten. Die Pfanne ist nahezu immer trocken. Besonders im südlichen Teil des Parks liegen jedoch verstreut zahlreiche Wasserlöcher, die die Lebensgrundlage für den Wildbestand im Etosha National Park darstellen. Nahezu die gesamte Palette an afrikanischem Grosswild ist im Park vertreten, und natürlich auch die "Grossen Fünf", Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Auf Grund einer per Flugzeug durchgeführten Tierzählung gibt es derzeit rund 250 Löwen im Park, 4000 Gnus, 8000 Oryx-Antilopen, 300 Nashörner, 2500 Giraffen, 6000 Zebras und über 2000 Elefanten. Von den zierlichen Springböcken wurden sogar fast 20.000 Exemplare gezählt. Der Nationalpark ist gut erschlossen. Gut gepflegte (ungeteerte) Strassen führen zu den Wasserlöchern, wo man die Tiere am besten beobachten kann. In den drei staatlichen Restcamps Okaukuejo, Halali und Namutoni sind Bungalows und Campingplätze eingerichtet.

Ugab Terrassen und Fingerklippe
Bei der Fahrt auf der Pad C39 von Khorixas nach Outjo sollte man sich eine besondere Natursehenswürdigkeit nicht entgehen lassen – die Fingeklippe. Der skurile Felsen, dessen Fuss in einer einfachen Wanderung erreichbar ist, ist 35 Meter hoch und liegt auf der Farm Bertram. Vom Fuss des Felsens hat man eine spektakuläre Aussicht auf das breite Tal des Ugab Riviers mit seinen perfekt glattgeschliffenen Tafelbergen. Eine Landschaft, die dem Monument Valley in Arizona an Dramatik kaum nachsteht.

 

 

 

Swakopmund

Swakopmund hatte während der deutschen Kolonialzeit als Hafen grosse Bedeutung. Im August 1892 steckte darum das Kanonenboot "Hyäne" unter dem Kommando von Hauptmann Curt von François eine Landestelle nördlich der Mündung des Swakop Flusses ab. Ein Jahr später wurden 40 Siedler aus Deutschland und 120 Angehörige der Schutztruppe mit Brandungsbooten an Land gerudert, ein abenteuerliches Unterfangen. Swakopmund wurde zum Tor für Deutsch-Südwestafrika. Die gesamte Versorgung der Kolonie wurde über den kleinen Ort abgewickelt. Swakopmund ist heute ein beliebtes Seebad mit vielen touristischen Attraktionen und angenehmem Klima im Sommer. Auch Swakopmunds Umland hat viel zu bieten. Eine Strasse führt direkt am Strand entlang zum Anglerparadies Henties Bay, und weiter nach Cape Cross bis zur Mündung des Ugab Flusses. Entlang dieser Straße gibt es salzhaltige Lagunen, in denen zahlreiche Vögel wie z. B. Flamingos und Pelikane nach Nahrung suchen.

 

Cape Cross/Kreuzkap

Das Kreuzkap liegt  etwa 70 km nördlich von Henties Bay. An dieser Landspitze betrat 1486 der Portugiese Diego Cào als erster Europäer Namibisches Festland und errichtete ein Steinkreuz zu Ehren König Johannes von Portugal. Das wirklich interessante am Kreuzkap ist jedoch seine ca. 250.000 Tiere umfassende Robbenkolonie. Es sind südafrikanische Seebären, die hier im Oktober und November ihre Jungen gebären. Außer Robben sind auch jede Menge Schabrackenschakale zu sehen. Sie haben sich die Kolonie zum Lebensraum gemacht und ernähren sich hier am Rande der Wüste von Robbenjungen und Nachgeburten.   

 

 

Spitzkoppe/Pandok-Berge

Die Spitzkoppe, zwischen Usakos und Swakopmund gelegen, wird auch als Matterhorn Namibias bezeichnet. Mit einer Höhe von rund 1728 m über N.N. ist die Spitzkoppe keineswegs der höchste Berg Namibias, wegen seiner markanten Umrisse gilt er jedoch als bekanntester Berg im Lande. Schon aus sehr grosser Entfernung kann man das Inselgebirge inmitten einer endlosen, trockenen Ebene erkennen. Die Höhendifferenz zwischen Bergspitze und dem Umland beträgt 700 Meter. Neben der Spitzkoppe liegen die Kleine Spitzkoppe mit einer Höhe von 1584 Metern über dem Meeresspiegel sowie die Pandok-Berge. Wunderschöne Felsformationen und Torbögen bieten dem Fotografen unzählige Möglichkeiten. Camping ist inmitten der Felsformationen möglich – ein unvergessliches Erlebnis.

 

 

Sossusvlei/Namib Naukluft Park

Das Eingangstor zum berühmtesten Teil der Dünen-Namib – und zweifelsohne einer der großartigsten Sehenswürdigkeiten Namibias – liegt bei Sesriem. Von dort aus fährt man in nochmals gut einer Stunde bis zum Sossusvlei. „Sammelplatz des Wassers“ nannten die Nama den Ort. Und wirklich – inmitten der hohen Dünen des gewaltigen Sandmeeres liegt eine durch Wasser geformte Lehmpfanne. Meist ist diese Lehmpfanne ausgetrocknet; alle paar Jahre einmal füllt sie sich jedoch, wenn es in den Auffanggebieten des Tsauchab ausreichend geregnet hat.

Entlang der Senke türmen sich sternförmig die berühmten Sanddünen des Sossusvlei empor und bieten dem Fotografen unzählige Motive  - am schönsten ist es früh morgens oder am späten Nachmittag, wenn Licht und Schatten die Landschaft plastischer wirken lassen.  Auch das nahegelegene Dead Vlei ist sehr sehenswert und fotogen. Es ist eine ausgetrocknete Pfanne mit Lehmschollen, in der sich einige sehr skurile abgestorbene Kameldornbäume befinden.

Übernachtung im Sesriem Camp direkt an der Zufahrtsstraße ins Sossusvlei gelegen.

 

Namib Rand Nature Reserve

Rote Dünen, weite Ebenen und schroffe Berge formen die stille Landschaft zwischen der unwirtlichen Namib-Wüste und dem Randstufengebiet des Hochlandes. Hier hinein pinseln die Jahreszeiten sanfte Farbtupfer – manchmal weiß-gelbes, manchmal hellgrünes Gras. Eine traumhafte Landschaft für Naturliebhaber und Fotografen. In diesem Gebiet liegt das Namib Rand Naturschutzreservat, das größte private Naturschutzgebiet Namibias mit einer Fläche von fast 200 000 ha. Bevor das ehemals kommerzielle Farmland 1984 von einem bekannten Windhoeker Geschäftsmann erworben wurde, war es schonungslos ausgebeutet worden. Die Wunden sind jedoch gut vernarbt – wenn man sich heute in dem Wüstenreservat bewegt, trifft man wieder auf große Springbock-Herden, viele Gemsböcke und Strauße. 

 

 

Köcherbaumwald/Keetmanshoop

„Aloe dichotoma“ – der Köcherbaum – ist das Wahrzeichen des Südens. Sie kommt nur im Nordwesten Südafrikas und hauptsächlich im Süden Namibias vor. Der Namen Köcherbaum erhielt die seltene Pflanze, weil früher die San aus ihren Ästen Köcher für ihre Pfeile fertigten. In der Nähe von Keetmanshoop gibt es eine sehr bekannte Ansammlung großer Aloen deren Alter auf etwa 200 bis 300 Jahre geschätzt wird. Der Wald auf der Farm Gariganus nordöstlich von Keetmanshoop besteht aus ungefähr 250 weit verstreut stehenden Exemplaren. Der Köcherbaumwald liegt auf felsigen Hügeln und ist im Morgen- und Abendlicht ein attraktives Fotomotiv.

 

 

Giants Playground/Keetmanshoop

Ebenfalls auf dem Gelände der Farm Gariganus findet man ein sehenswertes Beispiel für die ungeheuren Kräfte, die vor Jahrmillionen auf der Erde gewirkt haben. Auf dem „Spielplatz der Riesen“ türmen sich Brocken aus schwarzgrauem Dolerit-Gestein aufeinander, als hätten Giganten mit Bauklötzen gespielt. Das Gelände ist wie ein Skulpturengarten anzusehen, der auf einem Rundweg zu besichtigen ist. Zwischen den Felsblöcken wachsen Köcherbäume und sind häufig Agamen zu sehen.

 

 

 

Gästefarm Düsternbrook

Die Gästefarm Düsternbrook liegt ca. 50 km nördlich von Windhoek und ist deshalb ideal am Anfang oder Ende einer Namibiareise einzuschieben. Neben dem üblichen Wildbestandes einer Gästefarm bietet Düsternbrook noch etwas besonderes  -  nämlich Leoparden und Geparden. Diese Tiere sind hier – nicht wie bei vielen anderen Farmen – durch den Zaun zu beobachten sondern bei Gamedrives durch die weitläufigen Gehege. Zwischen dem Menschen und den Tieren ist kein Zaun vorhanden – auch nicht während der Fütterung. Aufgrund  der unmittelbaren Nähe und des Fehlens von Zäunen  sind hier einmalige Fotomöglichkeiten vorhanden. Außer Unterkünften im Farmgebäude ist die Übernachtung auf einem sehr schönen, kleinen Campingplatz möglich.

Quelle: Namibia Online/Namibia Tourism Board

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