Ferienwohnung Toskana

Rund um die Adria

Unser zum Camper umgebauter Geländewagen Landrover „Landy“ Defender 110 hat uns auf dieser mehrere tausend Kilometer umfassende Reise treu von Ort zu Ort gebracht. Er war uns ein gemütliches Heim, ein lieber Freund und ein zuverlässiger fahrbarer Untersatz, der uns nie im Stich gelassen hat.  Dieser Reise, die uns zum einen durch vielbereiste Urlaubgebiete aber auch in entlegene und wilde Gegenden geführt hat, fehlte sicherlich das große Abenteuer-Flair, das wir uns so sehr wünschen . Sie hat uns aber gezeigt, dass es auch in Europa noch  Naturwunder  gibt – nur eben weniger zahlreich.

Reiseroute:

Metzingen –  Toskana/Val d’Orcia/San Quirico d’Orcia – Toskana/Val d’Orcia/Pienza –  Abruzzen/Gran Sasso e Monti della Laga Nationalpark – Abruzzen/Majella Nationalpark – Gargano – Bari – Fähre nach Bar in Montenegro – Skutari See (Shkoder See) Nationalpark – Sveti Stefan - Bucht von Kotor – Einreise nach Kroatien – Krka Nationalpark – Nationalpark Plitvicer Seen – über Slowenien und Österreich zurück nach Metzingen

 

Toskana/Val d’ Orcia Naturpark (Italien)

Was den Reiz dieses südlich von Siena am Fuss des Monte Amiata gelegenen Naturparks ausmacht, sind seine Weite und der Himmel, das stündlich wechselnde Schauspiel von Wolken und Licht, sowie die Schönheit der hügelreichen Äcker und Felder mit einzeln und in Gruppen stehenden Zypressen – uns vertraut aus Film- und TV-Szenen.  Dies spiegelt sich auch in den Bildern aus jener Gegend, die eine magische Wirkung auf uns ausüben, wider. Im Val d’Orcia finden sich tatsächlich viele der Fotomotive, die das schöne Klischee der Toskana geprägt haben. Hauptorte des Val d’Orcia sind San Quirico d’Orcia und Pienza, die beide historische Innenstädte aufzuweisen haben. Das Val d’Orcia als Ganzes und die historische Innenstadt von Pienza sind Teile des UNESCO Weltkulturerbes.

 

Abruzzen (Italien)

Die Region der Abruzzen – das wilde Herz Italiens -  ist dünn besiedelt. Von der Küste her erstreckt sich bis ins Landesinnere eine Hügellandschaft, die allmählich in das Appenin-Gebirge übergeht. Der Fluss Tronto im Norden und der Fluss Trigno im Süden bilden dabei die natürliche Grenze der Abruzzen. Das Klima an den Küsten ist mild und wird landeinwärts kontinental. Höhenlagen von bis zu 2600 m garantieren für reichlich Schnee.
Unberührte Natur in allen Facetten spielt in den Abruzzen die Hauptrolle. Die Einheimischen respektieren und würdigen ihr Land auch außerhalb der ausgewiesenen Schutzgebiete. Ein unvergessliches Erlebnis für Abruzzen-Reisenden ist vor allem die faszinierende Bergwelt mit ihren atemberaubenden Bergketten und königlichen Gipfeln. In der Region der Abruzzen befinden sich 4 Nationalparke: Parco Nazionale della Majella, Parco Nazionale Gran Sasso e Monti della Laga, Parco Nazionale d’ Abruzzo, Lazio e Molise und Parco Regionale Sirente Velino. Die Abruzzen sind eines der letzten Rückzugsgebiete der in Europa vom Aussterben bedrohten Tierarten wie dem Braunbär, dem Wolf und dem Luchs. In den Hochlagen der Abruzzen lebt die endemische Abruzzen-Gämse, die schönste Gämse der Welt.

Parco Nazionale Gran Sasso e Monti della Laga: Mit fast 150.000 ha Fläche ist er Mittelitaliens grösster Nationalpark. Der zu deutsch genannte "große Fels Italiens" (Gran Sasso d’Italia) bildet den östlichsten und auch höchsten Punkt der Abruzzen. Der höchste Berg ist der Corno Grande mit ca. 2912 Metern. Der Nationalpark bietet seinen Besuchern mit seinen Bergmassiven eine atemberaubende Naturkulisse. Der Campo Imperatore – eine Hochebene, die ganz und gar nicht europäisch anmutet - erstreckt sich auf einer Höhe von 1800 m über dem Meeresspiegel über 27 Kilometer Länge und 8 Kilometer Breite. Dem Besucher bietet sich eine Landschaft die nicht zu beschreiben ist, alles ist hier so frei und ungebunden. Die Abruzzesen nennen diese Hochebene das kleine Tibet. Glücklicherweise ist es möglich, diese Hochfläche auf einer schmalen Gebirgsstraße zu durchfahren.

Am Rande des Nationalparks liegt in der Provinz Teramo beim Dörfchen Ripe eine weitere Attraktion dieses Gebietes:  die Schlucht des Salinello (Gole del Salinello). Dieser Fluss hat dort mit der unglaublichen Kraft des Wassers ein Loch in den Fels gefressen und stürzt in einem wunderschönen Wasserfall die Felswand hinab. Direkt in der Nähe befindet sich die Grotta di Sant Angelo, eine Felshöhle, die früher von einsiedlerisch lebenden Mönchen bewohnt war.   

  Parco Nazionale della Majella:  Der Majella Nationalpark umfasst 86.000 Hektar und liegt im Süden der Region. Das Majella-Massiv erstreckt sich über wilde Schluchten, steile Abhänge und erreicht mit dem Monte Amaro, der eine Höhe von 2795 m aufzuweisen hat, den Höhepunkt. Im Sommer sind die Hänge wunderbar grün und reich an Wäldern und Wasserquellen. So auch die bei Bolognano, am Rande des Nationalparks gelegene „Cisterna di Bolognano“- ein wahres Kleinod. In feinen Wasserfäden fließt das Wasser über bemooste und dicht bewachsene Felswände in eine kleine Zisterne.

Ebenfalls im Majella Nationalpark gelegen ist der Bosco di Sant Antonio. Es handelt sich dabei um einen auf ca. 900 Meter Höhe gelegenen Buchenwald, der einige mehrere hundert Jahre alte Exemplare der Rotbuche beherbergt. Die vom rauhen Gebirgsklima gezeichneten Baumriesen sind in ihrer Größe und Mächtigkeit ein wahrlich beeindruckendes Naturwunder. Ausgangspunkt für eine Erkundung des ca. 550 ha großen Reservates ist der kleine Ort Pescocostanzo. 

Gargano/Adriaküste (Italien)

Die Halbinsel Gargano bildet den italienischen Stiefelsporn. Im Landesinneren ist sie bis knapp über 1000 m hoch und stark bewaldet. Im Norden fallen die Hänge sanft ab, im Süden reichen die Gebirgsausläufer bis ans Meer und lassen gerade noch Platz für die kurvenreich geschlängelte Küstenstraße 89, die traumhaft schöne Ausblicke auf die schroffe Küstenlinie mit ihren Kalksteinklippen und die Adria gewährt. Etwa 7 km nördlich von Manfredonia teilt sich die Straße. Man kann zwischen einer Fahrt über den Gebirgskamm und der längeren, aber landschaftlich reizvolleren Küstenstrecke wählen. Sie führt über Mattinata durch landschaftlich sehr schöne Gebiete und man erreicht nach etwa 45 km Vieste, die östlichste Stadt auf dem Gargano. Der kleine Fischerort mit knapp 14000 Einwohnern  ist stark vom Tourismus geprägt, weshalb sich in der Region viele Olivenplantagen und Campingplätze befinden. Sehenswert ist die historische Altstadt und der am Strand gelegene 26 Meter hohe Kalksteinmonolith Pizzomunno.

Bari/Italien – Bar/Montenegro

Die einzige Möglichkeit die montenigrinische Küste von Italien aus direkt anzufahren ist eine Fährfahrt von Bari oder Ancona nach Bar. Da die Reederei „Montenegro Lines“ die einzige Reederei ist, die diese Fährlinie mit der „Sveti Stefan II“ unterhält, bleibt einem leider keine weitere Möglichkeit offen.

Skutarisee/Shkoder See Nationalpark (Montenegro)

Das letzte Brutgebiet des Krauskopfpelikans in Europa, das größte Vogelreservat in Europa, einer der letzten Süßwassersümpfe im Mittelmeerraum, der größte See auf dem Balkan, eine der größten Natur- und Geschichtsattraktionen in Montenegro - diese Superlative gelten für den Skutarisee. Der See liegt im Zeta-Skutari-Becken und ist nur 7 km vom Meer entfernt. Zweidrittel des Sees gehört zu Montenegro und eindrittel zu Albanien wobei die Seefläche je nach Wasserspiegel zwischen 370 und 530 qm schwankt. Der montenegrinische 40.000 qm umfassende Teil des Skutarisees mit Küstenbereich wurde zum Nationalpark erklärt. Der See ist eine Kryptodepression, d.h. dass einige Teile seiner Oberfläche unter dem Meeresspiegel liegen. Das sumpfige Ufer bedeckt ein breiter Schilfstreifen, die Seeoberfläche ist mit einem Teppich aus Sumpfpflanzen bedeckt. Als bedeutender Standort der Wasservögel wurde der Skutarisee mit der Ramsar-Konvention 1996 in die Weltliste der Sümpfe von internationaler Bedeutung eingetragen. Vogelfreunde können hier ihr Hobby vollständig genießen – 270 Vogelarten sind hier heimisch, von denen leider viele  gefährdet oder seltener geworden sind.

Der See liegt inmitten einer von mediterranem Wald bestandenen Hügellandschaft. Die lichten Wildkastanienwälder beherbergen eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten darunter auch seltene Orchideen wie zum Beispiel der Zungenstendel.

Der See kann auf einer abenteuerlich anmutenden schmalen Teerstraße umrundet werden. 

Bucht von Kotor (Montenegro)

Schroffe Felswände umschließen die Bucht von Kotor. Wie ein skandinavischer Fjord schneidet sie sich in die dalmatinische Küste von Montenegro. Wie viele geschützte Meeresbuchten war auch hier ein Schlupfwinkel für Seeräuber und Piraten, aber auch ein Handelsumschlagplatz und Marinestützpunkt. Die bewegte Geschichte von über zweitausend Jahren hat die beiden Städte Perast und Kotor geprägt. Erst gehörte die Region zum illyrischen, dann zum römischen, später zum byzantinischen Reich. Dreihundert Jahre herrschten die Venezianer bis Ende des 18. Jahrhunderts, dann kamen die Österreicher, danach die Russen und die Truppen von Napoleon. Die Region war stets Grenze und Bindeglied zwischen Okzident und Orient, auch zwischen Katholiken und Orthodoxen, zwischen dem Christentum und dem Islam. Obwohl immer noch zahlreiche historische Gebäude zerfallen und nicht wideraufgebaut sind, ist die Bucht mit ihrer faszinierenden Landschaft und mit den Stätten vergangenen Reichtums von der UNESCO in die Liste der Weltnatur- und Weltkulturerbe aufgenommen worden.

 

Krka Nationalpark (Kroatien)

Der im Jahre 1985 gegründete Krka Nationalpark umfasst auf einer Fläche von 142 km² den 2 km langen Flussabschnitt der Krka zwischen Knin und Skradin sowie den Unterlauf des Nebenflusses Cikola. Die Krka ist etwa 70 km lang und hat sich canyonartig in die dinarische Gebirgsplatte eingefräst. Der namensgebende Fluss Krka hat neben vielen kleinen noch acht große Wasserfälle, wovon sich sieben im Gebiet des Krka-Nationalparks befinden. 

Skradinski buk ist die siebte, letzte und längste Travertinbarriere des Krka-Flusses und stellt eine der bekanntesten Naturschönheiten Kroatiens dar. Der Wasserfall setzt sich aus Travertinkaskaden, Inseln und Seen zusammen. Über 17 Stufen,  verteilt auf 800 m Länge, fließt das Wasser zum Teil auch durch dichten Wald hinab. Die Breite der Wasserfälle beträgt 200 bis 400 m, mit einem Gesamthöhenunterschied von 45,7 m.

Das Wachstum der Travertinbarrieren am Skradinski buk verursacht flussaufwärts eine Seenbildung , die die Krka bis nach Roški slap und 3 km des Unterlaufes des Flusses ¥ikola zurückstaut. Dadurch wurde eines der schönsten und ungewöhnlichsten Landschaftsbilder des Nationalparks geschaffen. Zur Besichtigung des  Skradinski Buk stehen zwei Eingänge zur Auswahl: Eingang Nr. 1 bei Skradin zur Anfahrt per Boot oder Eingang 2 bei  Lozovac zur Anfahrt per Auto. Am Eingang bei Lozovac wird man per Shuttlebus vom Parkplatz zum Wasserfall gebracht. Ein gemütlicher Rundweg ermöglicht eine bequeme Besichtigung des Naturschauspiels.

 

Nationalpark Plitvicer Seen

Die knapp 2 km² große Karstlandschaft rund um die Plitvicer Seen ist Teil des 295 km² umfassenden Nationalparks, der sich um den Gebirgszug Mala Kapela im Zentrum Kroatiens erstreckt und nicht zu unrecht weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt ist. Auf einer Länge von 8 km reihen sich ähnlich einer Perlenkette sechzehn Seen aneinander, die durch unterirdische Wasserläufe und zahllose rauschende Kaskaden miteinander verbunden sind. Stufenförmig ergießt sich hier im "Land der fallenden Seen" das kristallklare, blaugrüne Wasser über Kalksinterbarrieren von einem Gewässer in das nächste. Unterteilt wird der Nationalpark in zwei Bereiche:  die 12 oberen Seen und  die 4 unteren Seen sowie der Sastavci Wasserfall, der das Ende der Seenkette markiert und in den Fluss Korana mündet.
 

Das „Land der fallenden Seen“ verdankt sein Aussehen der Ablagerung von Kalksinter bzw. Travertin und den dabei eine große Rolle spielenden Moosen, Algen und Wasserpflanzen. Das Regenwasser, das durch die Erdoberfläche sickert, absorbiert Kohlendioxid und führt zur Bildung von Kohlensäure, die den Dolomit sowie das Kalkgestein angreift und in der Folge die Karstgewässer mit Kalzium- und Magnesiumbicarbonat übersättigt. Sobald dieses Wasser wieder an die Oberfläche tritt und an Hindernissen zu sprudeln beginnt, kommt es zu einem chemischen Ungleichgewicht, bei dem Kohlendioxid frei gesetzt wird und kleine Kalziumkarbonatkristalle abgelagert werden. Es sind Abermillion von Bakterien und Algen, die an Moosen und Wasserpflanzen ihre Sekrete absondern und somit die Ablagerung von Kalksinter begünstigen. Schön zu sehen ist dieser harte, graugelbliche Überzug auf den umgefallenen Bäumen, die im Wasser liegen, sowie auf sämtlichen untergetauchten Pflanzenstängeln und -blättern. Jene in diesem Jahr noch saftig grünen Moosbärte werden sich in naher Zukunft gelblich verfärben und allmählich zu Travertin versteinern. Da die Dämme im Schnitt 1-3 cm im Jahr wachsen, ist die Seenlandschaft kontinuierlichen Veränderungen unterworfen. Immer wieder entstehen neue Barrieren, das Wasser wird in neue Bahnen gelenkt und nach starken Regengüssen stürzen alte Dämme ein und werden fortgeschwemmt. Jedes Jahr bilden sich hier neue Wasserfälle während andere langsam oder plötzlich versiegen. Auch auf den Boden der Seen lagert sich weißes Kalzium ab und lässt die sogenannte Seekreide entstehen, deren Kristalle die Sonnenstrahlen brechen und den Plitvicer Seen diesen herrlich klaren blaugrünen Farbton verleihen.

Wegen ihrer einzigartigen Entstehung und natürlichen Schönheit wurden die Plitvicer Seen zusammen mit dem sie umgebenden Waldgebiet bereits 1949 zum Nationalpark erklärt. Im Jahre 1979 wurden sie dann von der UNESCO entgültig in die Liste der Weltnaturerbe aufgenommen.

International bekannt geworden ist der Park unter anderem durch die Winnetou-Filme. Die See- und Wasserfallaufnahmen wurden hier und auch im Krka Nationalpark gedreht. Erkunden lässt sich der Park zu Fuß entlang eines ausgedehnten, ca. 50 km langen Wanderwegnetzes, wobei man je nach Lust und Laune seine Tour an beliebigen Stellen beginnen oder abbrechen kann. Ein Shuttlebus verbindet die beiden Eingänge mit dem höchstgelegenen See.
Eine starke Bedrohung für die sensible Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks stellt die Zunahme der jährlichen Besucherzahl dar. Rund eine Million Menschen drängen sich mittlerweile jedes Jahr über die Bretterstege der engen Schlucht und um die Wege entlang der großen Seen.

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